Die klassische Schwarzteeproduktion besteht aus 4 Schritten:
1.) Welken: Die frischen Blätter werden auf langen Bratgittern ausgelegt. Warmluftventilatoren beschleunigen den Welkvorgang. Die Blätter verlieren rund 1/3 ihrer Feuchtigkeit.
2.) Rollen: Nach dem Welken werden die noch grünen Blätter in einfachen Maschinen gerollt. Dabei werden die Blätter gleichmäßig zerschnitten und zerquetscht, so dass sich die Zellsäfte mit dem Luftsauerstoff verbinden können.
3.) Fermentieren: Nun werden die Blätter auf Tische geschüttet und feucht gehalten. Innerhalb von 2 bis 3 Stunden verwandeln sich die noch grünen Blätter kupferrot, bzw. dunkelbraun.
4.) Trocknen: Im letzten Schritt werden die Teeblätter ca. 20 Minuten mit heißer Luft getrocknet. Anschließend wird das Blattgut in verschiedene Blattgrößen, den Broken-Tee und kleinste Blattteilchen getrennt. Bei Spitzenqualitäten erfolgt dies durch Handarbeit.
CTC ist die Abkürzung für Crushing (Zerbrechen), Tearing (Zerreißen) und Curling (Rollen). Bei dieser Art der Produktion werden die frischen Blätter ebenfalls gewelkt, dann nur einmal gerollt und anschließend durch Dornenwalzen zerrissen. Durch dieses Verfahren werden die Zellwände schneller und gründlicher aufgerissen. Das nach mehrmaligem Durchlauf zerkleinerte Blatt wird fermentiert. Bei dieser Produktionsmethode gibt es überwiegend nur feine Blattgrade wie Fannings und Dust, die meist in Teebeuteln verarbeitet werden.
LTP steht für „Lawrie Tea Processor“, eine nach ihrem Erfinder benannte Maschine, in der die Teeblätter durch ein rotierendes Messer sehr fein zerschnitten werden. Durch Kaltluft wird das Blatt gut gekühlt, damit die Fermentation nicht einsetzt. Erst nach dem Zerreißen fällt das Blattgut in die Fermentationsbehälter. Diese Produktionsart führt ebenfalls nur zu kleinen Blattgraden wie Fannings und Dust.




