Bevor die Tees beim Endverbraucher ankommen, werden sie viele Male beim Hersteller, im Auktionshaus und beim Importeur geprüft und getestet. Die Teekoster prüfen die Tees an Hand anderer Teemuster auf Güte und Qualität.
Wichtige Gradmesser bei der Beurteilung sind die Prüfung der trockenen und der aufgegeossenen Teeblätter nach Optik, Farbe und Geruch. Auch entscheidet ist die Farbe des Aufgusses, der Duft und der Geschmack des Tees. Man beurteilt den ersten Eindruck im Mund, die Aroma-Entfaltung, das Bouquet und den Nachgeschmack. Ein geübter Teekoster erschmeckt durch nur einen Aufguss sowohl die Anbauhöhe als auch die Pflückzeit des Tees.
Eine Teeverkostung unterliegt einem vorgegebenen Standard: Geschirr, Teemenge und Ziehzeit sind vorgegeben. Jedes zu verkostende Teemuster hat ein Gewicht von 2,86 Gramm (das entspricht dem Gewicht eines six-Pence-Stückes). Das Teemuster wird in einem Becher mit siedendem Wasser übergossen und 5 Minuten ziehen gelassen. Anschließend wird sowohl der Tee, als auch die Infusion (abgegossene Teeblätter) der Prüfung unterzogen. Farbe, Aussehen, Geruch und Sauberkeit sind die wichtigsten Kriterien der Teetester bei der Infusion. Im Anschluss wird der Tee verkostet. Manchmal mit einem Löffel, meist aber direkt aus der Teeschale. Wie bei einer Weinprobe wird der Tee nicht geschluckt, sondern wieder ausgespuckt. Der Geschmack der Tees wird durch Begriffe wie blumig, fruchtig oder würzig – meist in englischer Sprache – beschrieben.




